Was g[o]eht?!
Zu cool für Papier

Wie man zu einem Logo kommt

Online-Schülerzeitung heißt häufig, um es mit den Worten des Comedians Chris Tall zu sagen: „Darf er das?“. Wie findet man ein cooles Bild, das zum Image der Zeitung passt? Und wenn man etwas Passendes gefunden hat, wie bekommt man dann auch noch die Online-Rechte daran?

Alle Schwierigkeiten schienen sich in Luft aufzulösen, als die Ostsee Zeitung ihre anstehende Kunstbörse 2016 mit einem Goethe-Bild präsentierte, das so ganz anders war, als man Goethe sonst porträtiert sieht: Goethe, mit wehendem Haar und in die Ferne gerichtetem Blick, auf einem Motorrad, am Lenker ein Ochsenschädel befestigt. Ein Bild das nur eine einzige Frage zulässt: „Was g[o]eht?!“
Passendes Bild – fehlende Rechte, was konnten wir also tun? In diesem Fall war der erste Schritt ein Anruf bei dem Ahrenshooper Künstler Rainer Dörner, der das Bild 2015 gemalt hatte. Der Künstler sympathisierte zwar mit der Idee, eröffnete aber auch das Problem, dass der „Goethe“ am 19. November 2016 zur Versteigerung freigegeben sei. Dementsprechend würde Dörner am Tag der Versteigerung seine Rechte an den neuen Eigentümer verlieren. Was blieb also an Möglichkeiten? Entweder aufzugeben, um ein neues Logo zu suchen oder zu der Versteigerung zu gehen und den neuen Eigentümer rittlings anzuspringen und um die Freigabe des Bildes anzuflehen?
Frau Behrendt entschied sich für die dritte und sicherste Möglichkeit. In einer Anwandlung von Übermut holte sie sich eine Bieternummer und ersteigerte das Bild kurzerhand selbst. Der Freigabe der Rechte an die Schülerzeitung stand somit nichts mehr im Weg und die Ostseezeitung hatte zugleich die emotionale Story einer Lehrerin, die ihr Verstand erst wieder an der Kasse einholte.

IB