Kunst, Musik, Kultur

Schönheit, Natur und Mathematik

Was definiert Schönheit? Liegt Schönheit nur im Auge des Betrachters? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Schönheit?

Bei diesen Fragen spielen die Fibonacci-Zahlen und der Goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Die Fibonacci-Zahlenfolge ist eine Zahlenfolge bei der jede vorherige mit der Nächsten addiert wird, sie beginnt bei 1 also, 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89... usw. Der Goldene Schnitt entsteht dann, wenn bei einer Strecke mit zwei Teilen, die Längere genau das gleiche Verhältnis zur Kürzeren besitzt wie das ganze Stück zum Längeren.

Doch wo besteht die Verbindung zur Natur? Diese beiden mathematischen Phänomene haben viele verschiedene verblüffende Eigenschaften und lassen sich in zahlreichen Gebiete der Wissenschaft wiederfinden, zum Beispiel in der Biologie, Musik, Astronomie, Kunst und Astronomie. Denn Gegenstände die den Golden Schnitt in sich tragen, zum Beispiel ein Fenster bei dem die Seiten dem Verhältnis des Goldenen Schnittes entsprechen, werden vom menschlichen Auge als schöner und vollkommener beschreiben als ein Fenster dessen Seiten nicht diesem Verhältnis entsprechen. Das war in der Antike bereits erkannt und wurde in damaliger Architektur viel verwendet und wird auch in heutiger Zeit als Stilmittel von Bauten benutzt. Auch in der Kunst benutzen viele Künstler den Effekt des Golden Schnittes für sich. Doch das Besondere ist, dass diese Zahlen selbst zahlreich in der Natur vorkommen, wie auch am menschlichen Körper zu erkennen ist. Denn das Verhältnis der Strecken vom Bauchnabel bis zum Kopf und die der von den Füßen bis zum Bauchnabel entspricht auch die der eines Goldenen Schnittes. Auch bei Pflanzen, wie beispielsweise die Anordnung der Kerne bei einer Sonnenblume nicht einfach willkürlich geschieht, sondern auf den Gesetzen der Fibonaccizahlen beruht, denn die Anzahl der nach außen laufenden Spiralen ist immer die einer Fibonaccizahl. Ähnliche Effekte treten in der ganzen Natur auf.

Verblüffend also, dass sich Vorgänge und Schönheiten aus der Natur sich auf mathematische Weise von uns erklärst lassen werden können.

Till Austinat (Kl.10.4) - externer Beitrag

Bewusstsein

Was ist Bewusstsein?

Im Grunde genommen hat das Bewusstsein sehr viele Bedeutungen, je nach dem aus welcher fachlichen Richtung man es betrachtet. So könnte man aus medizinischer Richtung sagen: „Das Bewusstsein ist ein Zustand, in dem der Mensch mit allen Sinnen seine Umgebung erkennt.“ Wenn man dies nun mit der psychologischen Seite vergleicht, dann wird schnell klar, dass der gleiche Hintergedanke besteht, jedoch mehr in die Tiefe gegriffen wird: „Das Bewusstsein ist die Fähigkeit, mit dem eigenen Verstand und Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten.“

Was bedeutet Bewusstsein in der Philosophie? Die Existenz des Bewusstseins ist kein Zweifel und lässt sich nicht leugnen (Descartes: „Ich denke, also bin ich.“). Aber wie hängen geistige und materielle Welt zusammen, obwohl sie komplett verschieden funktionieren? Peter Möller sagt: „Bewusstsein ist eine Sammelbezeichnung für unsere Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, Bedürfnisse, Gewolltem etc. soweit sie uns bewusst sind.“ Damit will er sagen, dass wir dies nur als Bewusstsein bezeichnen können, solange wir sie bewusst erleben, so ist z.B. Freude immer bewusst, es gibt keine unbewusste Freude.

Inwieweit das Bewusstsein sich allerdings jemals auf rein biologischer und damit letztlich physikalischer Ebene erklären lässt, bleibt umstritten.

Was schließen wir daraus? Es lassen sich viele Definitionen herauskristallisieren, so dass wir erkennen können, dass es „das“ Bewusstsein als einzelnes gar nicht gibt. Denkt mal selber darüber nach!

JB

 

Die Musik der Zukunft

Egal zu welcher Zeit, an welchem Ort oder in welcher Kultur – Musik hat schon immer Menschen berührt, inspiriert und zusammengebracht. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets und der Globalisierung existiert eine breite Auswahl an verschiedenster Musik. Ob Metal, Pop oder Rap – es ist für jeden etwas dabei. Und eben weil Menschen schon so lange musizieren, hat sich die Musik immer weiter verändert und entwickelt, und das nicht nur vom Klang her, sondern auch von den Texten. Da stellt sich die Frage: Wie wird dann die Musik in der Zukunft klingen? Was hören die Menschen in 2050 am liebsten und wie?

 
Futurist Gerd Leonhard ist sich sicher: Bereits in 20, 25 Jahren sind wir soweit, dass wir keine Ohren mehr zum Musik hören brauchen, sondern die Klänge einfach durch Brain-Computer-Interfaces in unser Gehirn geleitet werden. Es wird auch möglich sein, Musik direkt erleben zu können, zum Beispiel als Dirigent eines Sinfonieorchesters durch Virtual Reality Musik.

 
Auch Instrumente werden nicht mehr zwingend nötig sein – Geräte wie das „LinnStrument“ ersetzen diese völlig. Bei dem „LinnStrument“ handelt es sich aber genau genommen „nur“ um eine Art Steuergerät, welches Befehle an den angeschlossenen Computer weiterleitet. Der Nutzer orientiert sich dabei an einem netzartigen Diagramm. Die X-Achse regelt die Tonhöhe, die Y-Achse bestimmt die Art und Weise, wie der Ton klingen soll. Hat man die richtigen Sounds abgespeichert, ist alles möglich. Klänge können somit z.B. nicht nur einstimmig, sondern auch mehrstimmig wiedergegeben werden.

 

Das "LinnStrument", was zukünftig die Musikproduktion revolutionieren könnte


Ebenfalls wird es in der Zukunft mehr Möglichkeiten geben, dass sich auch Laien musikalisch kreativ betätigen können. Jeder kann seine eigene Musik machen und hochladen. Diese Kreativität schließt auch das Erstellen von Playlists mit ein, so wie es heute bereits schon viele Menschen auf Spotify tun. Auch das eigene Musikfernsehen wird es geben. Laut „wired“ plant tape.tv bereits individualisierte Videoplaylists.

 
Und die Sänger der Zukunft? Digitale Figuren mit künstlichem Gesang! Das digitale Mangamädchen Hatsune Miku, welches 2007 eigentlich nur eine japanische Software promoten sollte, ist bereits heute schon ein Star. Zu ihren Hologramm-Konzerten kommen Zehntausende und auf Facebook folgen ihr 2,5 Millionen Nutzer. Über 10.000 Songs hat sie bereits gesungen und war sogar schon mit Lady Gaga auf Tour. Und sie wird wohl auch in Zukunft viele weitere Menschen begeistern.

 

Hatsune Miku, das virtuelle Mangamädchen, welches bereits viele Herzen erobert hat


Aber wenn Musik nur noch digital produziert und gehört wird, wird es dann noch überhaupt Konzerte geben? Ja, wird es. Trotz der vorangeschrittenen Technik werden die Musiker noch Instrumente spielen. Und Musik online zu teilen ist ja schön und gut, aber Konzerte haben einfach einen viel größeren sozialen Reiz.

 
Doch egal, wie viel man recherchiert und wie viele Prognosen man aufstellt - die Musikszene der Zukunft kann man trotz allem nicht vollständig erfassen. Gerade die Texte und die Stimmung von Songs hängen von der politischen und gesellschaftlichen Lage ab und was das angeht, kann man nur schwer voraussagen, was noch so geschehen wird. Also werden wir uns wohl überraschen lassen müssen, welche Musik die nächste Generation prägen wird…

Textquellen: https://www.bayern3.de/musik-hoeren-in-der-zukunft-2050, http://www.huffingtonpost.de/cherno-jobatey/linnstrument-musikinstrumente-konzerte_b_7120956.html

OS

Graffiti - Vandalismus oder Kunst?

Auf deutschen Straßen wird gesprayt. Jeder kennt sie, jeder sieht sie. Die Graffitis an Hauswänden, Zügen und Brücken werden immer mehr. Egal, ob riesige Gemälde, Unterschriften oder Schmierereien, man findet sie an allen erdenklichen Stellen.


Und das sind ihre Verursacher - die Sprayer. Merkmale: Kaputzenpulli, Sneaker, Capi. Die Kerngruppe deutscher und europäischer Sprayer ist zwischen 25 und 40 Jahren alt (so die Schätzungen) und stammt aus völlig verschiedenen Milieus und Schichten. Sprayer riskieren auf Bahnschienen und unter Stromleitungen ihr Leben. Es geht um die Meinungsäußerung als demokratisches Mittel, Verbreitung des eigenen Namens, um Ruhm, den Kick. Und die Stadt ist das Medium.
Doch wie sieht die Bevölkerung die Werke der Sprayer? Viele Jugendliche finden Graffitis cool, denn sie machen eine graue Welt bunter. In den Bildern werden oft Gefühle oder Probleme der Person zum Ausdruck gebracht. Doch sind nicht alle Bürger dieser Meinung. Vielen geht die Schmiererei der Sprayer auf die Nerven, da diese vor nichts haltmachen, weder vor Hauswänden noch vor öffentlich Einrichtungen.
Bei jedem Graffiti stehen die Sprayer unter Angst und dem Druck, von der Polizei entdeckt zu werden, denn sie missachten Privateigentum und verunstalten die Stadt. Sprayer werden immer aggressiver und gewalttätiger. Die vielen Hakenkreuze, die man so oft überall sieht oder auch die rassistischen und ausländerfeindlichen Sprüche gehen echt an die Grenzen der Vernunft. Noch dazu muss das alles auf Kosten der Bürger entfernt werden und das Entfernen ist nicht gerade billig. Jährlich entsteht ein Schaden von rund 200 Millionen Euro.
Graffiti: Legalisiert und als Form moderner Malerei? Auf der anderen Seite werben Unternehmen mit Graffiti auf Hauswänden und bezahlen Städte Sprayer für die Gestaltung von öffentlichen Flächen, weil die Bilder mittlerweile zur Stadtkultur gehören. An legalen Graffiti-Flächen in Schwerin ("Hall of Fame" werden diese Freiflächen genannt) können sich die Sprayer austoben. Ziel ist die Sprayer von den Stadthäusern, Brücken und Bahnhöfen fernzuhalten. Die Landeshauptstadt Schwerin stellt jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Graffitiszene seit 1. August 2010 legale Graffiti-Flächen zur Verfügung. Dazu gehören z.B. die Fassaden zweier Sporthallen in Lankow und im Mueßer Holz und Teile einer Lärmschutzwand in Krebsförden.


Doch wie sieht der Sprayer seine Kunst? Der Sprayer Klaus erzählt in der Wochenzeitschrift " ZEIT ONLINE" vom 4. April 2014:
"Die Regeln der Graffiti-Szene lernt man sehr früh, und sie gelten quasi weltweit", sagt Klaus, während er hinten am Waggon klemmt. "Dazu gehört, dass man Bilder nicht übermalt, die schon sehr lange stehen, und auch keine unfertigen Bilder. Baut man Mist, dann muss man zahlen. In Sprühdosen. Oder im Ernstfall damit, dass die eigenen Bilder gecrosst, also übermalt werden. An Graffiti-Bildern hängen Geld, Respekt und Emotionen. Untereinander verstehen wir das."
Dieses Gefühl von Freiheit sei es, das ihn immer faszinierte.

EW

Cloudrap... eine neue Art Musik

Sinnlose, von Anglizismen geprägte, Texte; langsame, jedoch wuchtige Beats und
jede Menge Softdrinks aus den USA - so lässt sich Cloud Rap beschreiben. Besonders
2015 sorgte diese Genre für viel Aufregung in der deutschen Musikszene. Doch wie
fing das eigentlich an?
Die Grundbausteine legte der kalifornische Rapper Lil B bereits 2009 mit seinem
Album "6 Kiss". Sein Song "I'm God" gilt als Hymne für das neue Hip-Hop-Movement.
Sein Sound punktete vor allem als Gegenteil von den fetten, oft bräsigen
Produktionen von Kayne West und den fiesen Trap-Beats von Waka Flocka Flame, die
damals die Charts regierten.

 

Die amerikanische Cloudrap-Legende Lil B


In Deutschland begann alles erst 2012 mit dem "Swag Tape" des Österreichers Crack
Ignaz. Statt dem aggressiven Gangsta-Geballer, das hauptsächlich die deutsche
Rapszene beherrschte, dominierten bei ihm Old-School-Sounds aus dem Synthie-Pop
und langsame dahinkriechende Beats.
2015 bildete sich dann ein Trio heraus, welches seitdem den Cloud Rap in
Deutschland repräsentiert: LGoony, Crack Ignaz und Yung Hurn. Letzter erreichte
beachtenswerte drei Millionen Klicks auf seinen Song "Nein".
Doch was ist Cloud Rap denn nun eigentlich? Der Name leitet sich von den Beats ab,
die typischerweise verträumt und wolkig klingen. Richtig greifbar ist der Begriff
jedoch nicht. "Es ist kein festes Genre, sondern so ein Ästhetik-Sound-Gewülst.", sagt
LGoony in einem Interview mit Arte. Das heißt in der Praxis: Es muss nicht mal
gerappt werden. Hauptsache Autotune, verdrehte Texte und den Lifestyle leben, der
sich sehr am amerikanischen Hip-Hop orientiert.

 

LGoony, einer der beliebtesten deutschen Cloudrapper


Während im amerikanischen Cloud Rap mit abstrakten Metaphern emotionale und
sogar philosophische Themen verarbeitet werden, drehen sich die Texte im
Deutschen um ganz andere Dinge: Geld, Drogen und Frauen. Bei dem Rapper und
Musikproduzenten Young Kira findet man auch eine klare Vorliebe für Videospiele wie
"Orcarina of Time", über das er mit seinem Freund Navy auch einen Song schrieb, und
Animes wie "Pokémon".
Ein gutes Beispiel für die typischen Nonsense-Texte ist die "Glo Up Dinero Gang",
bestehend aus Künstlern wie Money Boy und Hustensaft Jüngling, die mit zu den
bekanntesten Cloud-Rappern zählen. Sie beweisen immer wieder, dass es mehr auf
die Präsentation des Songs ankommt als auf den Text.
Ebenfalls typisch für Cloud Rap ist die Entstehung der Songs. Plattenfirmen werden
dankend abgelehnt und produziert wird zuhause im eigenen Studio. Das ist ein Grund
dafür, dass es den Künstlern möglich ist, in kürzester Zeit ganz viele Lieder zu
releasen, teilweise soundtechnisch nicht ganz zuende gebracht. Und das sogar, bis
auf ein paar wenige Ausnahmen, kostenlos.
Doch nicht alle stehen der neuen Genre positiv gegenüber. Besonders die Hip-Hop-
Fans sind gar nicht begeistert von der Aufmerksamkeit, den der Cloud Rap
zunehmend erhält. Auch das übertriebene Auftreten der Künstler und die
"verdrogten", sinnlosen Texte missfallen vielen.
Doch auch da gibt es Ausnahmen. Das deutsche Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin
beispielsweise brachte letztes Jahr zusammen mit LGoony den Song "Füchse 2015"
raus, in welchem sie diesem unter anderem ihren Respekt vor seiner Musik
zusprechen.

 

Zugezogen Maskulin mit LGoony in dem Musikvideo zu "Füchse 2015"


Fakt ist: Cloud Rap ist ein Phänomen, dass sich schon längst nicht mehr kleinreden
lässt. Zunehmend mehr Menschen und auch das Musikgeschäft interessieren sich für
die jungen Künstler, die auf ihre eigene Art und Weise Musik machen und damit
immer mehr Leute begeistern. In Zukunft wird man auf jeden Fall noch viel mehr über
diese Genre hören.

Textquellen: http://www.br.de/puls/musik/aktuell/cloud-rap-soundschublade-102.html, http://www.bento.de/musik/cloud-rap-lgoony-money-boy-hustensaft-juengling-und-co-218800/

OS